Mehr Grün und mehr Schatten

Grünoasen

Großer Platz mit frisch gepflanzten Bäumen, Sonnenschein
(Foto: Stadt Freiburg)

Mehr Grün, mehr Schatten, eine deutlich bessere Aufenthaltsqualität – und das überall in Freiburg: Mit der Kampagne „Freiburger Grünoasen“ werden in den nächsten fünf Jahren zentrale Plätze und öffentliche Räume in Freiburg umgestaltet, verschönert und modernisiert. Das umfasst unter anderem Baumpflanzungen, die Schaffung von Schattenplätzen und die Installation von Trinkbrunnen.

Mitmachen und Feedback geben

Im Rahmen der Kampagne stehen zwölf Wanderbäume an verschiedenen Standorten in der Innenstadt. Nach rund einem Jahr bleiben die Bäume entweder dauerhaft an ihrem Standort – oder sie ziehen an einen neuen Platz weiter. Unter folgendem Link können Bürger*innen Rückmeldung zu den Standorten geben:

Grünoasen, die momentan umgesetzt werden

Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität auf dem Zollhallenplatz

  • Stadtteil Brühl
  • Klimaan­gepasste Weiterentwicklung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität
  • Baubeginn: Herbst 2026
  • Mehr dazu auch hier.

Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität auf dem Platz der Zähringer

  • Stadtteil Zähringen
  • Klimaanpassung mit Bäumen und Sitzmöglichkeiten im Schatten
  • Baubeginn: Winter 2026/2027
  • Mehr dazu auch hier.

Begrünung und Sitzen in der Innenstadt

  • Innenstadt
  • Rundbänke im Schatten (z.B. Adelhauser Platz)

Fassadenbegrünung

  • Rankpflanzen in der Rathausgasse
  • Möchten Sie auch Ihre Fassade begrünen? Mehr zu Beratung und Förderung gibt es hier.

Neue Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet

  • Neuer Standort kommt 2026
    • in Waltershofen,
    • auf dem Platz der Begegnung,
    • im Stadtgarten,
    • auf dem Stühlinger Kirchplatz,
    • in Opfingen,
    • auf der Dreieckswiese beim Sandfang,
    • im Eschholzpark.
  • Neuer Standort kommt 2027
    • auf dem Zollhallenplatz,
    • auf dem Platz am ZO,
    • auf dem Platz der Zähringer,
    • in der Joseph-Brandel-Anlage.

Bereits umgesetzte Grünoasen

Kind balanciert im Vordergrund, im Hintergrund Bänke und Tische mit Menschen unter einem großen Baum
Auf dem Elisabeth-von-zur-Mühlen-Platz (Ebnet) wurde die Aufenthaltsqualität unter einem Baum mit Sitzbänken und Tischen sowie Balanciermöglichkeiten erhöht. Die Kosten liegen bei 60.000 Euro.
Drei Bäume mit Bank auf dem Platz der Alten Synagoge, viele Menschen
Auf dem Platz der Alten Synagoge (Innenstadt) stehen jetzt drei große Baumkübel mit Rundbank. Wenn sich die Testphase bewährt, sollen die Kübel bleiben. Die Kosten liegen bei 28.000 Euro (Miete für sechs Monate).
Konviktstraße in der Freiburger Innenstadt mit Rankpflanzen entlang der Gebäude
In der Konviktstraße (Innenstadt) wurden zwei Wisterien (Blauregen) nachgepflanzt. So ist das prägende Straßenbild langfristig gesichert und die charakteristische Begrünung nachhaltig fortgeführt. Die Kosten liegen bei 3000 Euro.
Kaiser-Joseph-Straße mit Sitzmöglichkeit
Entlang der Fußgängerzone und auf dem Kartoffelmarkt (Innenstadt) wurden 22 Baummodule und 13 Pflanzmodule aufgestellt. Viele mit integrierten Sitzgelegenheiten und zusätzlich zwei Podesten unter großen Platanen. Die Kosten liegen bei 460.000 Euro.
Wanderbäume vor dem Konzerthaus
Die Wanderbäume (Innenstadt) zeigen, wo im Stadtgebiet neue Bäume wachsen können. Nach einer Probephase werden die Bäume entweder dauerhaft vor Ort gepflanzt oder wandern an einen neuen Standort. Aufgebaut wurden zwölf Bäume in großen Planzkübeln. Die Kosten liegen bei 43.000 Euro.
Platz mit Bäumen
Der Maria-von-Rudloff-Platz (Rieselfeld) wurde mit zwölf neuen Bäumen ergänzt, die künftig für mehr Schatten und Aufenthaltsqualität sorgen. Jeder Baum hat ein 27 Kubikmeter großes „Baumquartier“ erhalten – diese bieten optimale Entfaltungsmöglichkeiten für das Wurzelwerk und haben gleichzeitig ein enormes Volumen als Wasserspeicher. Anstoß gab der Bürger*innenverein Rieselfeld, der auch 24.000 Euro Spenden beisteuerte. Die Kosten liegen bei 200.000 Euro.
Aufgebrochene Asphaltfläche
In der Urachstraße (Wiehre) wurde eine ungenutzte Asphaltfläche mit 65 Quadratmetern entsiegelt und in eine kleine Grünoase mit Sitzbank (gespendet von der Freiburger Bürgerstiftung) umgewandelt. Anstoß gab die Initiative „Omas und Opas for Future“ (übernimmt künftig auch die Patenschaft für die Fläche im Rahmen von „Freiburg packt an“). Die Kosten liegen bei 18.000 Euro.

Wie wird eine Grünoase ausgewählt?

Die folgenden Kriterien werden als Grundlage für die nachvollziehbare und sinnvolle Auswahl eines Standortes für eine Grünoase oder einen Trinkbrunnen genutzt:

  • Klimaanpassung: Die Grünoase trägt zur Verbesserung des lokalen Klimas bei (z. B. Reduktion von Hitzeinseln, Erhöhung der Luftfeuchtigkeit). Dabei werden die Hitzehotsports in Freiburg (laut KLAK) berücksichtigt.
  • Frequentierung: Der Ort wird derzeit schon stark genutzt. Die Grünoase bietet eine Verbesserung der Nutzung und Aufenthaltsqualität.
  • Entfernung zu bestehenden Grünflächen: Die neue Grünoase bildet eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Grünflächen und schließt damit Lücken.
  • Realisierbarkeit: Die Maßnahme ist sowohl finanziell als auch zeitlich im Rahmen der Freiburger Grünoasen umsetzbar.
  • Bedeutung des Ortes für den Stadtteil / die Ortschaft: Der Ort hat eine hohe Bedeutung im Quartier / in der Ortschaft (z.B. Stadtteilplatz).
  • Priorisierung mit anderen Maßnahmen: Um eine gleichmäßige Verteilung solcher Maßnahmen über das gesamte Stadtgebiet sicherzustellen, haben Stadtteile, in denen es in den letzten Jahren weniger Begrünungsmaßnahmen gab, Priorität.
  • Touristische Relevanz des Standorts: Begrünungsmaßnahmen an touristisch bedeutsamen Orten tragen dazu bei, das Stadtbild aufzuwerten und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Wie werden die Standorte für Trinkbrunnen ausgesucht?

Grundsätzlich erfolgt die Auswahl neuer Trinkbrunnenstandorte anhand einer Bewertungsmatrix, in der verschiedene Kriterien berücksichtigt werden.

Dazu zählen unter anderem
  • die Bevölkerungsdichte,
  • die Frequentierung des Standorts,
  • die Nähe zu Orten mit hoher Sport- und Freizeitaktivität,
  • der Abstand zu bestehenden Trinkbrunnen sowie
  • die Lage in den Hitze-Hotspots.

Was kann nicht über die Grünoasen umgesetzt werden?

  • Projekte, die lediglich der Begrünung von Verkehrsflächen dienen, aber keinen Mehrwert für den öffentlichen Aufenthalt bieten (z.B. Straßenbegleitgrün).
  • Reine Spiel- und Sportangebote (ist ein gesonderter Aufgabenbereich mit eigenem Schwerpunkt).
  • Bereits anderweitig finanzierte Neugestaltungen des öffentlichen Raums (z.B. Sanierungsprojekte).

Förderung und Beratung zu Fassadenbegrünung

Möchten Sie auch Ihre Fassade begrünen?

  • Förderung und Beratung gibt es durch das städtische Förderprogramm GebäudeGrün hoch³.
  • Falls die Pflanzgrube auf städtischem Grund liegt, unterstützt zusätzlich das Garten- und Tiefbauamt.

Drucksachen

  • Informationsvorlage G-25/108: Sachstandsbericht zum Tourismus in Freiburg sowie Mittelverwendung aus Übernachtungsteuer
  • Beschlussvorlage G-25/016: Freiburger Grünoasen für die Innenstadt, die Stadtteile und Ortschaften durch mehr Begrünung, Schattenplätze und Trinkbrunnen
  • Beschlussvorlage G-25/033: Stadtteilleitlinien (STELL) Innenstadt, Beschluss Projektliste für den Umsetzungsfonds

Kontakt

Garten- und Tiefbauamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg